Kollektenempfehlungen des Synodalverbandes

Kollekten 2016

17. Januar: Togo;

7. Februar: Schneller Schulen – Zukunft für Kinder

13. März: pro-A-kids

17. April: Jugendarbeit der Ev.-ref. Kirche in Bayern

1. Mai: Togo

5. Juni: Karpato-Ukraine

3. Juli: Osorhei (Rumänien)

24.Juli: Mediterranean Hope

18. September: Aktion Schmetterlingskinder

13. November: Missionarische Arbeit der Ev.-ref. Gemeinde Lód´z/PL

Advent, Weihnachten und Sylvester: Brot für die Welt

 
 
 Togo:
 
Unser Synodalverband ist seit etwa 1991 mit der Zentralregion der Ev.-Presbyterianischen Kirche in Togo partnerschaftlich verbunden.
 
Die 3.750 Mitglieder der Zentralregion der EEPT versammeln sich in 52 Gemeinden, oft in entlegenen Dörfern, die, anders als bei uns, nicht einfach zusammengefasst werden können, da die Gemeindeglieder oft nicht die Mittel für den Weg in eine entfernte Nachbargemeinde haben. In den Dörfern findet eine lebendige Gemeindearbeit mit Gottesdiensten und Christenlehre.
 
Laut dem Jahresbericht 2014 der Zentralregion sind 98 Prozent der Versammlungs-stätten einfache Hütten bzw. marode Gebäude. Die Kirchenleitung hat deswegen ein 150-qm-grosses Einheits-Kirchenmodell in offener Bauweise (ohne Fenster und Türen) entworfen. Seit 2013 laufen bereits mehrere entsprechende Bauvorhaben. Mit der Kollekte soll der Bau solcher Versammlungsstätten für Dorfgemeinden unterstützt werden.
 
Schneller-Schulen - Zukunft für die Kinder
 
Der Evangelische Verein für die Schneller–Schulen (EVS) unterstützt und begleitet die Arbeit der Johann–Ludwig–Schneller–Schule (JLSS) im Libanon und der Theodor–Schneller–Schule (TSS) in Jordanien. In beiden Einrichtungen leben christliche und muslimische Kinder zusammen. Sie stammen in der Regel aus armen Familien, die sich das Schulgeld nicht leisten können. Nach dem Schulabschluss kann ein Teil der Jugendlichen eine handwerkliche Ausbildung in den Werkstätten der Schulen machen. Im Jahr 2010 feierten die Schneller–Schulen ihr 150–jähriges Jubiläum. Als Förderverein bemüht sich der EVS um Spenden von Privatpersonen, Kirchengemeinden und anderen kirchlichen Gruppen. 
 
pro A-kids e.V.
 
Der Bayreuther Verein pro-A-kids e.V. wurde 2007 aus einer Schülerinitiative heraus gegründet und unterstützt öffentliche Bildungseinrichtungen in Zentralkenia, die vor allen Dingen von ärmeren Bevölkerungsgruppen besucht werden. Finanziert werden unter anderem ein Schulspeisungsprogramm, medizinische Untersuchung und Beratung sowie Gehaltszuschüsse für Mitarbeiterinnen eines Kindergartens und einer Primary School. Ein „Notinsel“ kümmert sich zudem um Betreuung und Aufklärung junger Mädchen in einem Problemwohnviertel. 
 
Obwohl gerade Kenia ein beachtliches Wirtschaftswachstum aufweisen kann, kommt dieses meist nur der ohnehin reichen Oberschicht zugute. Hilfe zur Selbsthilfe heißt an dieser Stelle, den Betroffenen Bildungschancen zu ermöglichen. Ohne ausreichende Bildung können ungerechte Strukturen weder erkannt, noch geändert werden und kaum positive Zukunftsperspektiven entstehen. 
 
Helfen Sie durch ihre Spende mit, materiellen Wohlstand gerechter zu verteilen – zum Wohle aller.
Weitere Informationen s. auch unter: „Helfen beginnt mit Hinsehen und Zuhören“
 
 
D i e  J u g e n d a r b e i t  d e r  Ev. - ref. Kirche in Bayern
 
Die Evangelisch – reformierte Jugend Süddeutschlands ist die Jugendorganisation der Evangelisch – reformierten Kirche in Bayern. Sie betreut die Kinder- und Jugendarbeit in den Gemeinden und gestaltet überregionale Freizeiten für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, das Konficamp sowie eine große Sommerfreizeit in das europäische Ausland. Die Freizeiten vermitteln neben aktuellen Fragen des Lebens und Glaubens auch ein Zugehörigkeitsgefühl zu unserer verstreuten Kirche.
Die Jugendlichen in den Gemeinden organisieren sich auf Basis ihrer eigenen Jugendordnung selbst, wählen eigene Jugendvertreter/Innen, die dann an den  Jugendvertretertagen des Synodalverbandes teilnehmen, um wichtige Entscheidungen gemeinsam auf den Weg zu bringen. Der Jugendvertretertag wählt die oder den Jugendsprecher/In, die/der die Evangelisch – reformierte Jugend auf Synodalebene vertritt. 
Schwerpunkte der Arbeit sind:
  • die Förderung der Kinder – und Jugendarbeit vor Ort durch Jugendleiterschulungen, Mitarbeiteraufbaukurse und Beratung der Gemeinden,
  • die Schaffung von attraktiven Freizeitmaßnahmen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene auf Synodalverbandsebene,
  • die gute Betreuung & Begleitung der ehrenamtlichen Jugendleiter/Innen und Jugendvertreter/Innen,
  • die jugendgerechte Auseinandersetzung mit dem Wort Gottes in Verbindung mit einer lebendigen Teilhabe an seiner Kirche.
 
Karpato-Ukraine
Sozialküche des Diakoniezentrums der Reformierten Kirche in Beregszász
 
Von den militärischen Ereignissen in der Ost-Ukraine sind die Menschen in der Karpato-Region im Westen der Ukraine zunehmend mitbetroffen. Fast alle Männer zwischen 18 und 60 Jahren werden zur Armee eingezogen und sind damit gezwungen, an einem Krieg teilzunehmen, den sie ablehnen. Es gibt inzwischen in vielen Familien Gefallene zu beklagen, und ein Teil der Männer wandert aus. Die wirtschaftlichen Folgen bringen immer mehr Menschen an das Existenzminimum. Das Land ist von einer zweistelligen Inflation betroffen, es gibt kaum Arbeitsplätze. 
Aufgaben, die der Staat nicht mehr leisten kann, werden mancherorts von reformierten Kirchengemeinden übernommen. Es ist beeindruckend, wie das Diakoniezentrum der reformierten Kirche in Beregszász grundlegende existentielle Unterstützung für notleidende Mitmenschen schafft, so mit der Sozialküche nebst Bäckerei: 2014 wurden knapp 40.000 warme Mahlzeiten ausgegeben, überwiegend an Ältere, Behinderte und kinderreiche, mittellose Familien. Hier bedeutet Kollekte direkte Hilfe in Not in unmittelbarer Nachbarschaft der EU: Die Karpato-Ukraine grenzt direkt an Polen, die Slowakei und Ungarn.
Bischof Sandor Zan Fabian sieht die Aufgabe der Reformierten Kirche der Karpato-Ukraine darin, Brücken zu bauen zwischen den verschiedenen Nationalitäten in diesem Vielvölkergebiet und ein Beispiel zu geben für friedliches Zusammenleben. 
 
 
Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Osorhei (Rumänien)
 
Die Gemeinde, die in einem Dorf, ca. 25 Kilometer entfernt von der Grenzstadt Oradea lebt, hat etwa 400 Mitglieder. Als eine Kirche der ungarisch-sprachigen Minderheit bekommt sie vom Rumänischen Staat keinerlei Unterstützung.
 
Die Gemeinde trägt beispielsweise durch den Verkauf von gespendeten, gebrauchten Kleidern zu ihrem Unterhalt bei. Sie ist aber trotzdem nicht in der Lage, ihre Kosten selbst zu decken. Ihre Eigenmittel für ein Jahr reichen in aller Regel nur, um den Gemeindeunterhalt bis zum September zu bestreiten. Darum bleibt die Gemeinde auf unsere Unterstützung angewiesen.
 
Mit der heutigen Kollekte können wir dazu beitragen und unsere Verbundenheit in der Reformierten „Kirchenfamilie“ zum Ausdruck bringen.
 
Die Gemeinde in Osorhei ist unserem Synodalbezirk seit dem Jahr 2002 verbunden durch eine Partnerschaft mit der Gemeinde Bad Grönenbach.
 
 
Projekt „Mediterranean Hope“
 
 
Die Flüchtlingsmigration nach Europa und Deutschlang erfolgt häufig auf äußerst gefährlichen Wegen über das Mittelmeer oder die sogenannte Balkanroute. Die ganze Dramatik wurde uns im vergangenen Sommer durch die Medien tagtäglich vor Augen geführt. 
Täglich wechseln die Schauplätze. Nicht in Vergessenheit geraten darf dabei, dass viele Flüchtlinge den gefährlichen Weg über das Mittelmeer wählen. Sind sie in Lybien oder Marokko, dem Libanon oder der Türkei endlich angekommen, werden sie zu Opfern der sogenannten „Schlepper“. Diese bieten für teures Geld einen Platz auf einem meist hochseeuntauglichen Boot an. Wer wenig Geld besitzt, wird unter Deck eingesperrt. Diese Menschen sind die ersten, die ertrinken, wenn das Schiff aufgrund der Überladung zur Seite kippt. Auf Deck gelangen diejenigen, die ca. 1000 Dollar für die Überfahrt bezahlen können. Rettungswesten kosten mehrere hundert Dollar zusätzlich.
Das Projekt „Mediterranean Hope“ der Föderation evangelischer Kirchen in Italien (FCEI) unter Federführung der reformierten Waldenserkirche, fordert deshalb seit langem die Schaffung humanitärer Korridore unter internationaler Überwachung, um den Migranten eine sichere Überfahrt über das Mittelmeer an den Schleppern vorbei zu ermöglichen. 
„Mediterranean Hope“ organisiert bereits einen solchen Korridor zwischen Marokko bzw. Libanon und Sizilien und arbeitet dabei Hand in Hand mit den staatlichen Behörden. Man hofft, auf diese Weise etwa 1000 Flüchtlinge im Jahr auf menschenwürdige Weise nach Europa in Sicherheit zu bringen. Anschließend erhalten die Migranten auf Sizilien medizinische, psychologische und rechtliche Beratung sowie einen Sprachkurs und ein Job-Training in kirchlichen Häusern („Casa delle Culture“).
Diese Arbeit bedarf eines großen finanziellen Aufwandes, aber sie ist ein Zeichen der Hoffnung und der Solidarität in Europa. Wir freuen uns, wenn sie dieses Projekt mit ihrer Kollekte unterstützen. 
 
 
Aktion Schmetterlingskinder
 
Die „Aktion Schmetterlingskinder“ versorgt Entbindungskliniken mit sogenannten „Schmetterlingskinder-Abschiedsboxen“ für den würde und liebevollen Abschied von still geborenen oder kurz nach der Geburt verstorbenen Kind. Der Handlungsbedarf ist sehr große, denn es gibt ca. 300.000 Früh-, Fehl- oder Totgeburten, davon ca. 30.000 nach dem 3. Schwangerschaftsmonat pro Jahr in Deutschland. In den Kliniken fehlt es oft an Kleidung für diese sehr kleinen Kinder und an konkreter Hilfe für die Eltern. Die „Aktion Schmetterlingskinder“ liefert den Kliniken kostenfrei eine Box, die in liebevoller ehrenamtlicher Handarbeit gefertigte Kleidung für die Kinder, Informationsmaterial für die betroffenen Eltern und hilfreiche Beigaben, wie z.B. ein Moseskörbchen oder eine Kerze enthält. Sie ermöglicht den Hebammen, einen angemessenen Abschied für die Eltern zu gestalten. Den Kindern, die ohne den Einsatz der Box bisher nackt beerdigt wurden, gibt die Kleidung die nötige Würde, die jedem Menschen zusteht.   Gleichzeitig bietet die Aktion Schmetterlingskinder“ für Klinikpersonal Schulungen zum besseren Umgang mit den Thema „Tod im Kreißsaal“ an, um so die oftmals traumatischen Folgen für die betroffenen Eltern zu minimieren. Die Aktion Schmetterlingskinder versorgt pro Jahr im Durchschnitt rund 3.000 Elternpaare und Kindern, und es wurden bereits fas 400 Entbindungskliniken mit den kostenfreien Abschiedsboxen versorgt. Das Projekt basiert ausschließlich auf Spenden und ehrenamtlicher Mitarbeit.
„Aktion Schmetteringskinder“ ist ein Projekt von Frauenworte e.V. Weitere Informationen unter: www.aktion-schmetterlingskinder.de
 
Missionarische Arbeit der Ev.-ref. Gemeinde Łódź (sprich: „Wudsch“) / Polen
 
Die Ev.-reformierte Gemeinde in Łódź ist seit 1993 mit der Gemeinde Chemnitz-Zwickau partnerschaftlich verbunden. Beide Gemeinden ähneln sich sehr in ihrer Geschichte und Grösse. Jedes Jahr finden Begegnungen statt. Die Ev.-reformierte Gemeinde in Łódź engagiert sich neben der üblichen Gemeindearbeit in zwei besonderen missionarischen Projekten. Seit einigen Jahren organisiert sie den Wiederaufbau einer Evangelisch-reformierten Gemeinde in Wrocław (Breslau) als Filialgemeinde von Łódź. Bis zum 2. Weltkrieg gab es in Breslau eine Ev.-reformierte Gemeinde, deren Gotteshaus die Hofkirche war. Infolge der Umsiedlungen nach dem Krieg erlosch diese Gemeinde. Seit 2008 treffen sich nun polnische Reformierte zu monatlichen Abendgottesdiensten in Wrocław, zu denen sie als Gäste die Ev.-lutherische Christophorus-Kirche anmieten. Die geistliche Leitung hat dabei der Pfarrer der Łodźer (sprich Lodscher) Gemeinde, der dafür jedesmal ca. 500 km (hin und zurück) Fahrtstrecke bestreiten muss.
Daneben möchte die Ev.-reformierte Gemeinde in Łódź eine reformierte Studentenseelsorge aufbauen, um reformierte Studenten betreuen und darüber hinaus missionieren zu können. Łódź ist eine bedeutende Universitäts- und Hochschulstadt. Die Gemeinde hat schon immer gute Kontakte zu Studenten, da sie seit 1989 mehrere Zimmer im Gemeindehaus an Studenten vermietet. Bitte unterstützen Sie die selbstlose Gemeindeaufbau-Arbeit der Łodźer Gemeinde in Wrocław, damit auch in dieser für Polen so wichtigen Stadt eine Evanglisch-reformierte Gemeinde Fuss fassen kann, sowie das Studentenseelsorge-Projekt mit Ihrer Kollekte. 
 
Kollekten zur Weihnachtszeit für Brot für die Welt:
 
Auch die 57. Aktion von Brot für die Welt steht unter dem Motto „Satt ist nicht genug!“ Brot für die Welt gibt mit seinen Projekten nicht nur dringend erforderliche Hilfe zum Überleben, sondern stärkt die vorhandenen Kräfte zur Selbsthilfe, um die Hilfe nachhaltig und dauerhaft wirksam zu machen. Das Anliegen vieler Projekte der aktuellen Aktion ist die Verbesserung der Qualität der Lebensmittel: Wer immer nur Reis und Maisbrei in der Schüssel hat, der leidet keinen Hunger und ist trotzdem mangelernährt. „Satt“ ist aber nicht genug, weil Menschen die einseitige Ernährung mit ihrer Gesundheit bezahlen.