Tel. 0911 - 20 95 02
>>> Mehr Informationen
>>> Mail schicken
>>> Newsletter bestellen
Bad Grönenbach
Bayreuth
Chemnitz-Zwickau
Erlangen
Herbishofen
Leipzig
Marienheim
München I
München II
München III (ungarischer Sprache)
Nürnberg
Schwabach
Stuttgart
Ehemaliger Rechner wegen Untreue in 61 Fällen verurteilt
Das Landgericht Nürnberg-Fürth setzt das Strafmaß auf sechs Jahre fest.
| - - |
|
In der Urteilsbegründung hat der Richter den Bruch in der Karriere des bis 2004 erfolgreichen Steuerberaters und Wirtschaftsprüfers beschrieben. Das uneingeschränkte Vertrauen und die unzureichenden Kontrollen habe er sich zunutze machen können.
Am Montag, den 21. Dezember, mittags um 13.00 Uhr kam die dritte Strafkammer zur Verkündung des Urteils zusammen. Der vorsitzende Richter Dieter Weidlich beschrieb eingangs den Lebensweg Günther Hetschkos, „um zu verstehen, was zu dieser Situation geführt hat“. Seit 1980 habe Hetschko dann mit den anvertrauten Pfunden gut gewuchert, sei 2004 dann aber „zum unnützen Knecht geworden“, beschrieb Weidlich in den Worten der Bibel den Wandel des angesehenen Rechners zum waghalsigen Geschäftsmann. Der Angeklagte habe sich in verschiedenen Projekten verzettelt und sei der Selbstüberschätzung erlegen. Papiere in den Unterlagen Hetschkos hätten ein Projektvolumen von insgesamt 2,3 Milliarden ergeben.
Hetschko sei ganz offensichtlich an windige Geschäftspartner geraten, die es auf sein vermeintliches – in Wahrheit das Geld der Kirche – abgesehen gehabt hätten. Die Leichtgläubigkeit, mit der der staatlich geprüfte Wirtschaftsprüfer, Hunderttausende überwiesen habe, sei allerdings erstaunlich.
Auch am letzten Verhandlungstag wurden noch einmal die Jahre 2004 bis 2008 durchgegangen und dabei auch die mangelnden Kontrollen benannt. Die Synode nannte der Richter „offensichtlich überfordert mit der Kontrolle“. Auch die stichprobenhafte Rechnungsprüfung sei nicht geeignet gewesen, dem Gebaren des Rechners auf die Spuren zu kommen. Hetschko habe aber in der Verhandlung selbst zugegeben, mit Mitteln der Fälschung und Lüge, Kontrollen verhindert zu haben.
Das Strafmaß von sechs Jahren ergebe sich aus der Summierung vieler einzelner Strafen für jede einzelne Tat und sei dann auf ein angemessenes Maß „zurückgeführt“ worden. Dabei sei das hohe Alter und der gesundheitliche Zustand des Angeklagten mit in die Bewertung eingeflossen. Die Einigung auf das Strafmaß von sechs Jahren habe die Prozessdauer erheblich verkürzt. Gleichwohl wurde Hetschko und seinen Verteidigern zum Abschluss die Möglichkeit der Revision angeboten.
Georg Rieger
| |
|
|
Prozess beginnt mit Geständnis
Erster Verhandlungstag in Nürnberg wegen Veruntreuung von Kirchenvermögen Der ehemalige Rechner der Evangelisch-reformierten Kirche in Bayern gibt die Überschreitung von Kompetenzen zu. Er habe aber immer mit der Absicht gehandelt, das Vermögen der Kirche zu mehren. Vorgeworfen wird ihm die Veruntreuung von mindestens 7,6 Millionen. |
|
|
Verfahren gegen ehemaligen Rechner wird eröffnet
Anklageschrift benennt zahlreiche mutmaßliche Straftaten Im September hat die Staatsanwaltschaft ihre Untersuchungen abgeschlossen und eine Anklageschrift gegen Günther Hetschko verfasst. Ein Termin für die erste Verhandlung ist noch nicht veröffentlicht. |
|
|
Prozess steht bevor
Nürnberger Zeitungen melden Einzelheiten aus der Anklageschrift Die beiden großen Nürnberger Tageszeitungen Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung berichteten in der zweiten Septemberwoche über den Fall Hetschko. |
|
|
Warten auf Anklageerhebung
Sachstandsbericht über Finanzskandal Nach unbestätigten Berichten wird die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft in absehbarer Zeit fertig. Darüber, ob aus dieser neue Erkenntnisse zu erwarten sind, gibt es jedoch keine Hinweise. |
|
|
Bericht über den Stand der Aufklärung des Finanzskandals
in der Evangelisch-reformierten Kirche in Bayern von Georg Rieger - vorgetragen vor der Synode der Ev.-ref. Kirche in Bayern am 17. Oktober 2008 in München |
|
|
Die Kirche verfügt über keinerlei Rücklagen mehr
Stellungnahme von Präses Metten zur Veruntreuung von Kirchenvermögen durch den Rechner Günther Hetschko Auf einer Pressekonferenz am 18. Juli 2008 gab der Präses der Evangelisch-reformierten Kirche, Pfarrer Joachim Metten, eine Erklärung zu der mutmaßlichen Veruntreuung von Kirchenvermögen durch den Rechner der Kirche, Günther Hetschko, ab. |
|
|
Zeitschiene Veruntreuung von Kirchenvermögen der Evangelisch-reformierten Kirche in Bayern
und die bisherige Aufklärung zusammengestellt vom Landeskirchenamt der ERK und dem Pressesprecher Georg Rieger zur Pressekonferenz am 18. Juli 2008 |
|
|
Rücktritt nach schweren Beschuldigungen
Präses Joachim Metten und Assessor Hartmut Dusse stellen ihre Ämter zur Verfügung Pfarrerinnen und Pfarrer zeigen sich empört über den Stil der Anschuldigungen aus dem Kollegenkreis. |
|
|
Zeugen bestätigen außergewöhnliches Vertrauen
Am zweiten Verhandlungstag stand die Vernehmung von Zeugen im Mittelpunkt Pfarrer Johannes Mann aus Erlangen nannte den ehemaligen Rechner der Evangelisch-reformierten Kirche in Bayern einen geselligen und beliebten Menschen, der uneingeschränktes Vertrauen genoss. |
|
|
‚Neue Wege‘ der Geldvermehrung enden mit Totalverlust
Prozess gegen den ehemaligen Rechner der Evangelisch-reformierten Kirche in Bayern Zum dritten Verhandlungstag hat der Angeklagte eine umfassende Erklärung zu den Vorwürfen abgegeben. Er beschrieb darin ein internationales Geflecht von Firmen und beteiligten Personen. |
|












