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Neue Weltgemeinschaft reformierter Kirchen
Reformierte Weltverbände vereinigen sich in Grand Rapids, USA
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Der Moderator des Reformierten Bundes und Mitglied des Exekutivausschusses des WGRK Peter Bukowski und Delegierte der presbyterianischen Kirchen in Ghana und Nigeria |
Die parallel tagenden Generalversammlungen des Reformierten Weltbundes (RWB) und des Reformierten Ökumenischen Rates (RÖR) haben am 18. Juni 2010 in Grand Rapids (USA) einstimmig die Vereinigung ihrer beiden Organisationen beschlossen.
Unter dem neuen Namen Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) ist ein Zusammenschluss reformierter, presbyterianischer, kongregationalistischer und unierter Kirchen entstanden, zu dem mehr als 80 Millionen Mitglieder aus über 200 Kirchen weltweit gehören.
Strittige Fragen nicht alle ausgeräumtWährend der RÖR die Vereinigung am Freitagmorgen (Ortszeit) ohne Debatte einstimmig beschloss, gab es in der Generalversammlung des RWB eine intensive Diskussion, bevor der Beschluss zur Vereinigung gefasst wurde. Im Wesentlichen kreiste die Debatte um die Verpflichtung zum Einsatz für weltweite Gerechtigkeit, die der RWB in den letzten Jahren angestoßen und profiliert geführt hat. Konkret ging es darum, ob die neue Weltgemeinschaft sich genauso für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen und den Kampf gegen die Apartheid einsetzen würde, wie es der RWB getan hat.Viele Kirchen des ehemaligen RÖR kennen noch keine Frauenordination und interpretieren die Bibel wortgetreu. Getrennt waren die Kirchenverbände in der Vergangenheit unter anderem dadurch, dass die weißen südafrikanischen Kirchen sich nicht zur Ablehnung der Apartheid durchringen konnten und ihre Mitgliedschaft im Reformierten Weltbund damit verloren hatten. Auch in Fragen der Globalisierung gab es in der Vergangenheit große Differenzen.
Erster Präsident der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen ist der Südafrikaner Dr. Jerry Pillay. Er ist Pfarrer und Generalsekretär der Uniting Presbyterian Church in Southern Africa und hat eine breite ökumenische Erfahrung im eigenen Land und in der internationalen Ökumene.
Die Vizepräsidenten bzw. Vizepräsidentinnen repräsentieren die Kontinente mit reformierten Kirchen: Aus Europa wurde als Vizepräsident Dr. Bas Plaisier aus den Niederlanden gewählt, aus Asien Frau Lu Yueh Wen von der Presbyterian Church in Taiwan, aus Amerika Rev. Dr. Yvette Noble Bloomfield von der United Church in Jamaica and the Cayman Islands und Herr Helis Barraza Diaz von der Church of Colombia.
Pfarrer Dr. Gottfried Locher, neuer Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, gehört dem Kreis als Schatzmeister an. Seine schwierige Aufgabe wird es sein, die nicht ausgeglichene Finanzsituation der WRK durch Fundraising zu stabilisieren und neue Kirchen für den WRK zu werben. Ausserdem wurden zwei weitere europäische Mitglieder in den Exekutivausschuss gewählt: Pfarrerin Cheryl Meban und Dr. Peter Bukowski. Letzterer ist Moderator des Reformierten Bundes in Deutschland und arbeitete bereits im vorhergehenden Exekutivausschuss mit.
Der neugewählte Präsident sagte nach seiner Wahl: „Wir sind vor allem eine Gemeinschaft, die reformierte Kirchen einbindet, die Gemeinschaft stiftet und die sich gemeinsam den Herausforderungen dieser Welt stellt. Es geht also um Freundschaft, Einheit und Mission.“
Ulf Preuss, Jörg Schmidt, gr


